Wie eine glücklich Partnerschaft andauert

Frauen und Männer
Rüdiger Dahlke
7 Feb 2017
Rüdiger Dahlke, glückliche Partnerschaft Schicksalsgesetze, Schattenprinzip

pixabay

Dass Frauen und Männer nicht gleich sind, erschließt sich dem Arzt spätestens im Anatomiekurs, allen anderen eigentlich auf den ersten Blick. Selbst mit der Gleichberechtigung ist es nicht so leicht, denn die jederzeit nachvollziehbare Forderung nach gleichen Rechten wird Männer trotzdem nicht zum Kindergebären ermächtigen.

Die Anziehung zwischen den Geschlechtern ist so groß, gerade weil sie so verschieden sind. In früheren Zeiten haben oft Eltern Beziehungen gestiftet nach dem Motto: „Schau mal, wir haben eine Brauerei und die haben eine, also braut was zusammen.“ Das war dann keine große Anziehung und heiße Liebe, hat aber funktioniert. Sie haben zusammen Bier gebraut und nebenbei Kinder bekommen. So konnte sich – nach dem Motto „gleich und gleich gesellt sich gern“ – oft eine Beziehung zum Wohl entwickeln und eine kleine nette Gemeinschaft zusammengebraut, in der sich alt werden ließ.

Heute setzen dagegen wir auf die Liebe auf den ersten Blick und suchen uns Partner selbst aus – oft nach der Devise „Gegensätze ziehen sich an“. Mit den Unterschieden und der Spannung wächst die Anziehung, und so fühlt sich diese Liebe ungleich heißer an. Sie kann so stark werden und sogar den Intellekt kalt stellen, sodass das heiße Herz den kühlen Kopf dominiert – aber nur für eine gewisse Zeit. Dann folgt auf die Resonanzphase, die der Polarität.

Die Partner sind grundverschieden, aber nicht alle gleich (verschieden). Es gibt weibliche Männer, heutzutage eher ein Vorteil, und männliche Frauen, früher ganz schlimm und heute immer noch nicht so toll. Im Sinne Freuds lässt sich von einer Ergänzungsreihe sprechen. Vom Superweib a la Veronika Ferres auf dem einen bis zu Arnold Schwarzenegger auf dem anderen männlichen Pol. Aber das ist natürlich nur äußerlich, aber die beiden empfinden auch verschieden und haben unterschiedliche Interessen.

Sie interessieren sich für einander, Männer für Frauen und Frauen für Männer, und Frauen ansonsten eher für Ansehen und Männer für Aussehen. So finden sich oft auffallend schöne Frauen an der Seite einflussreicher Männer. Aber was ist eigentlich mit den einflussreichen Frauen und den ansehnlichen Männern? Sie kommen in der Partnerschaft nicht gut weg bzw. unter, denn Frauen geben bei der ersten Wahl nicht viel auf Aussehen, und Männer haben vor einflussreichen Frauen geradezu Angst. Selbst attraktive einflussreiche Frauen sollen schwer vermittelbar sein.

Probleme entstehen daraus, dass Männer glauben, Frauen funktionierten genau wie sie und seien auf Aussehen fixiert. So trainieren viele ihre Muskeln und erreichen damit oft das genaue Gegenteil. Nicht nur, dass sich Frauen für die Muskel-Fleisch-Berge wenig interessieren, sondern die werden durch die oft geschluckten Hormone auch noch impotent, was dann niemand mehr mögen kann. Frauen wissen dagegen, was Männer interessiert und achten deshalb mit Recht sehr auf ihr Aussehen und lassen da heute nicht selten nacharbeiten. Mit größeren Brüsten und volleren Lippen können sie, zumindest in der Acquisitionsphase durchaus punkten, während Haarverpflanzungen und Penisverlängerungen Männer kaum weiter bringen. Das gleiche Verhalten kommt also völlig verschieden an, weil beide Geschlechter die Welt so verschieden betrachten.  

Später ergibt sich allerdings ein zweiter Partnerschafts-Markt, wo die Karten neu gemischt werden. Einflussreiche Frauen suchen sich, wenn sie Karriere und Familie hinter sich haben, heute manchmal auch Rhythmus-Athleten aus Ländern wie Jamaica und Cuba und haben nun nichts mehr gegen gutes Aussehen, wenn sie das Ansehen selbst gesichert haben. Männer aber fehlt kollektiv der Mut zu einflussreichen Frauen, und da wird es Zeit, denn die werden immer mehr. In USA, wo die Gesellschaftsschichten ungleich durchlässiger sind, gehen bereits 60 % der Dissertationen, 55 % der Bachelor-Degrees aufs Konto von Frauen. Sie verdienen in über 40 % der Beziehungen schon deutlich mehr Geld. Es kommen also anspruchsvolle Zeiten und Frauen auf Männer zu.      

Die Probleme, in die Partnerschaften heute münden, haben einerseits mit der mangelnden Kenntnis der Spielregeln des Lebens in Gestalt der „Schicksalsgesetze“ zu tun. Andererseits mit dem undurchschauten „Schattenprinzip“, das aus dem wichtigsten der Schicksalsgesetze, dem der Polarität folgt, und auch die Partnerschaft bestimmt.

In der ersten Beziehungsphase haben die beiden bei der Liebe auf den ersten Blick das Gesetz des Anfangs auf ihrer Seite, das drittwichtigste der Schicksalsgesetze, und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Anschließend genießen sie die Resonanzphase, vom zweitwichtigsten Schicksalsgesetz der Resonanz bestimmt. Entscheidend aber für den Fortbestand ist das spätestens nach drei Jahren in den Vordergrund tretende Gesetz der Polarität. Die Großhirnvergiftung auf Hormonbasis, die alles durch die rosa Brille sehen lässt, ebbt ab und die beiden spiegeln sich gegenseitig ihre Schatten. Jetzt beginnt der Klein-Krieg, der nicht selten, was in heißer Liebe vor den Traualtar führte, in kalten Hass wandelt und vor dem Scheidungsrichter endet.

Dabei läge hier auch die größte Chance, nämlich im Schatten den Schatz zu erkennen und zu heben und statt Kleinkrieg ein erfülltes Leben zu leben. 

Weiterlesen in maaS No. 2 'Frauen und Männer'

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