Was macht DICH gesund?

Heilung
John Strelecky
18 Sep 2018
Was macht DICH gesund von John Strelecky, Autor von das Cafè am Rande der Welt und Die Big Five for Life

pixabay

Gesundheit ist für jeden etwas anderes

Von John Strelecky

Eine der wichtigsten Feststellungen in Bezug auf Heilung, die ich jemals gemacht habe, ist, dass die Definition von „gesund“ völlig individuell für jeden ist. Was für den einen gut ist, macht einen anderen krank. Das gilt für die Nahrung, aber genauso für alles andere in deinem Leben, das zu deinem Gesundbleiben oder deiner Heilung beiträgt.

Unter strahlender Sonne auf warmem Sand zu liegen, kann für den einen Menschen entspannend wahrgenommen werden und diesen mit guter Energie aufladen und für einen anderen furchtbar ungemütlich sein und beispielsweise mit einem Hitzeausschlag einhergehen. Eine vierstündige Wanderung in einem alpinen Wald kann eine der überaus beruhigenden Erfahrungen im Leben eines Menschen sein. Gleichzeitig kann dieselbe Wanderung jemanden, dessen Körper keine Höhen verträgt, ins Krankenhaus befördern. Der Verzehr von Rindfleisch oder Hühnerfleisch kann wichtige Proteine für einige Körperkonstitutionen liefern. Andere jedoch fühlen sich am besten mit einer rein vegetarischen Kost, der Konsum von Fleisch führt bei ihnen zu körperlichem Unbehagen.

Wir dürfen frei wählen, was uns gesund macht

All dies sind doch wahrhaftig fantastische Neuigkeiten! Warum? Die Erkenntnis darüber gibt uns die Flexibilität, für uns selbst zu definieren, was ein Zustand von Gesundheit individuell für uns bedeutet. Dann können wir unser Leben in Einklang damit führen. Gesundheit ist dann eine Wahl, eine freie Entscheidung. Gesundheit bedeutet auch, über Selbstwahrnehmung zu verfügen, was uns gut tut. Nicht vorgegeben von anderen, sondern von uns selbst definiert. Überlege doch mal, wie mächtig das eigentlich ist - wir selbst dürfen für uns wählen, was uns heilt, was uns beruhigt, was uns inspiriert und was uns gut tut. Wir sind nicht eingeschränkt oder von anderen bestimmt, sondern wir sind eigenmächtig durch unsere Instinkte und Reaktionen.

Welches Essen tut dir gut?

Ich habe mir kürzlich ein Interview von einem Spitzensportler angehört. Er beschreibt darin den Prozess, welchen er nach jeder Mahlzeit durchlaufen hat. Er hielt jedes Mal nach dem Essen schriftlich fest, wie er sich fühlt. Nach einem Monat hatte er jene Nahrungsmittel identifiziert, welche ihn mit Energie aufladen, und jene, die dies nicht tun. So einfach kann es sein! Sein Ziel war es, seine Lethargie zu überwinden und sich wieder kraftvoller zu fühlen. Er brauchte dies für seine Karriere und wollte es für sein Leben. Also hat er Mahlzeit für Mahlzeit, Nahrungsmittel für Nahrungsmittel bewusst wahrgenommen und festgehalten, was für ihn gut funktioniert und was nicht. In nur 90 Tagen hatte er somit eine Liste über seine persönlichen “Hochenergie”-Nahrungsmittel und aß von da an nur noch diese. Einfach, nicht wahr? Vielleicht etwas zeitaufwändig, aber mit einem Stift und Notizblock sicherlich für jeden machbar.

Ich liebe dieses Beispiel und was ich noch mehr liebe, ist die Übertragung dieses Beispiels auf andere Lebensbereiche, die sich auf unsere Heilung und Gesundheit auswirken. Denn nicht nur Nahrungsmittel beeinflussen unseren emotionalen und physischen Zustand. Unsere Aktivitäten, Gedanken, Umwelt, die Menschen rund um uns … all dies wirkt sich auf unser Wohlbefinden aus.

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Die fünf wichtigen Dinge im Leben

In meinem Buch „Big Five for Life“ erkläre ich ein Konzept, mit dem ein Mensch die fünf Dinge identifiziert, welche er am allerliebsten tun, sehen oder erleben möchte. Die fünf Dinge, die so wichtig sind, dass wenn wir sie tun, sehen oder erleben, wir das Gefühl haben, dass unser Leben ein Erfolg ist, nach unserer persönlichen Definition von Erfolg. Oder anders ausgedrückt, dass unser Leben in optimaler Gesundheit ist.

Genau wie bei dem vorigen Beispiel, bei dem ein Mensch seinen Körper mit dem höchstmöglichen Anteil an Nahrungsmitteln nährt, die ihm Vitalität und Kraft geben, geht es bei „Big Five for Life“ darum, das eigene Leben mit dem höchsten Anteil von Momenten zu füllen, die uns gute Energie geben. Ganz genau wie im vorigen Beispiel kann dies durch den Prozess praktischen Ausprobierens und Aufzeichnens der Auswirkungen gemacht werden. Ist es so, dass du dich an manchen Orten lebendiger spürst, öfter lächelst und einfach besser fühlst? Möglicherweise sind es Städte. Vielleicht ist es aber auch das Land. Berge, der Ozean, warmes Klima, Schneegipfel … Es lohnt sich, das herauszufinden. Wie sieht es mit dem Gegenteil aus - gibt es Orte, die dich ermüden oder sich sogar total unangenehm anfühlen? Diese zu identifizieren ist ebenfalls wertvoll.

Welche Menschen tun dir gut?

Und wie sieht es mit Menschen aus? Bei welchen Menschen freust du dich darauf, Zeit mit ihnen zu verbringen? Spezielle Familienmitglieder, Freunde, Mitarbeiter. Warum? Wie fühlt es sich für dich an, mit diesen Menschen Zeit zu verbringen? Und vor wem graut es dir? Warum? Wie fühlst du dich mit diesen Menschen? Wenn du dein Leben betrachtest, welchen Anteil an Zeit verbringst du wöchentlich mit welchen Menschen? Und warum? Entspricht dies deiner eigenen Wahl oder die von jemand anderem?

Welche Aktivitäten fühlen sich gut an?

Fühlen sich bestimmte Aktivitäten oder Erlebnisse richtig an, so dass es merkbar anders für dich ist? Fühlst du dich stärker, mehr im Einklang mit deinem Körper und authentischer danach? Möglicherweise führen Tage, an denen du diesen Dingen nachgehst, immer zu einem erholsamen Schlaf? Gibt es auch noch andere Aktivitäten und Erfahrungen, nach denen du dich am Ende des Tages so fühlst, als wäre es reine Zeitverschwendung gewesen? Dein Körper tut weh, dein Geist ist erschöpft und deine Lebensfreude ist weniger als zu Tagesbeginn? Sich die Zeit zu nehmen, sich darüber bewusst zu werden, dass all diese Möglichkeiten dich beeinflussen, gibt dir eine persönliche Anleitung, was für dein Leben heilsam und gesund ist.

Krankheit ist das Gegenteil von Leichtigkeit

Ich erinnere mich noch gut daran, als ich das erste Mal die englische Definition von Erkrankung gehört habe, welche ja „disease“ ist, was also genau genommen „dis-ease“ also "not at ease“ bedeutet. Also das Gegenteil von Leichtigkeit. Heilung bedeutet also, dass wir einen Zustand der Erleichterung erfahren. So hatte ich es bis dato noch nie betrachtet, aber es scheint so simpel auf diese Weise. Und es ist auch gut erreichbar. Wir erlauben uns, für uns selbst herauszufinden, was uns Leichtigkeit verschafft und was nicht. Und dann leben wir in Einklang mit dieser Leichtigkeit.

Warum veränderst du nichts?

Die Welt ist voll von Menschen mit sehr „gerechtfertigten“ Gründen, warum sie es nicht tun. Ich sehe es jeden Tag. Sie erzählen mir, dass sie nicht glücklich mit ihrem Leben sind, und sie wünschen sich, dass es anders wäre. Ich frage sie dann nach ihren „Big Five for Life“ in ihrem Leben und stelle fest, dass sie Woche für Woche kaum bis gar nicht damit in Übereinstimmung leben. Die Gründe dafür sind berufliche Ansprüche, Beziehungserfordernisse, soziale Erwartungen … Ich kann das gut nachvollziehen, denn viele Jahre habe ich genauso gelebt.

Sie tun es so lange nicht, bis es einen Umbruch gibt. Normalerweise geschieht das, wenn jemand zum Arzt geht und eine ernsthafte medizinische Diagnose erhält. Wenn das eigene Leben auf dem Spiel steht, fühlen sich auf einmal die „gerechtfertigten Gründe“ anders an. Die Herausforderung ist dann, dass der Weg zur Leichtigkeit viel länger und schwieriger ist. Auch das kann ich gut nachvollziehen, denn ich habe das selbst erlebt.

Du hast die Wahl

Jeden Tag haben wir die Wahl: Die Wahl, das zu identifizieren, was sich für uns gesund anfühlt und was nicht, und danach sein Leben auszurichten. Wenn sich das am Anfang hart anfühlt, dann denk daran, dass es in vielerlei Hinsicht damit wie bei einem Muskel ist - je mehr wir ihn verwenden, desto stärker und effektiver wird dieser. Je weniger wir diesen verwenden, desto schwieriger und weniger wirksam scheint es am Anfang zu sein. Doch er ist immer da und wartet darauf, zum Einsatz zu kommen.

Auf in ein Leben der Leichtigkeit!

John P. Strelecky ist der Autor des Nr. 1 Bestsellers „Das Café am Rande der Welt“ und der „Big Five for Life“ Bücherreihe. Auf www.jsandfriends.com könnt ihr mehr über ihn und seine Arbeit erfahren.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus maaS No. 10 HEILUNG

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