Vorwort zur Ausgabe No. 4 "Ich und Gemeinschaft"

Ich und Gemeinschaft
Anita Maas
24 Nov 2016
maaS no. 4 Ich und Gemeinschaft, Editorial, Wir, vorwort, in freiheit verbunden sein

animaa-Verlag

In Freiheit verbunden sein. Geht das?

Unsere größte Sehnsucht und unser größter Schmerz liegen so nah beieinander: Wie kann ich meine eigene Individualität leben und zugleich Teil einer Gemeinschaft sein?

Gemeinschaft ist ein menschliches Grundbedürfnis. Die Zugehörigkeit zu anderen in Familie, Beruf und sozialen Aufgaben ist ein zentraler Aspekt unserer Lebensqualität. Sobald wir aber mit anderen zusammen sind, müssen wir uns anpassen, Einschränkungen in Kauf nehmen, Kompromisse schließen. Schnell fehlt uns der Rückzug, die persönliche Freiheit und Ungebundenheit.

Wir pendeln zwischen den Extremen Autonomie und Bindung hin und her. Haben wir das Eine, fehlt uns das Andere. Bisher war es in vielen Bereichen des Lebens üblich, zunächst an sich selbst und die eigenen Vorteile zu denken. Konkurrenz stand vor Kooperation. Aber das Blatt scheint sich zu wenden und ein großes Erwachen bahnt sich an. Profitgier und Rücksichtslosigkeit haben die Erde ausgebeutet und auch den Menschen im ständigen Gegeneinander mürbe und krank gemacht. Ein Wandel ist überfällig.

Um die großen Probleme dieser Welt zu lösen, brauchen wir eine Gemeinschaft aus starken Individuen. Das ist gar kein Gegensatz, sondern ganz einfach: Wenn wir uns gegenseitig ermutigen und unterstützen, unser Potential zu entwickeln, erreichen wir ungeahnte Höhen. Jede einzelne Person für sich und erst recht zusammen. Wir fühlen uns mit allem verbunden und agieren zum Wohle aller.

Auch wenn der Weg zum „kollektiven Wir“ noch weit scheint, wie es Carolin Emcke in ihrer Rede zur Verleihung des „Friedenspreises des Deutschen Buchhandels“ in der Paulskirche angemahnt hat, steht fest: Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei. Es gibt sie schon, die wertschätzenden und wertschöpfenden Gemeinschaften, in denen man sich in Freiheit verbunden fühlt. Ob man zusammen gärtnert, sich Büroräume teilt oder in Support-Teams fördert - eine neue Beziehungskultur hält Einzug in unsere Gesellschaft und Wirtschaft. Das macht Mut und zeigt:

In Freiheit verbunden sein? Ja, das geht!

Anita Maas

maaS Magazin No. 4 Ich und Gemeinschaft

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Kommentare

Liebe Anita, ich freue mich schon sehr auf das neue Heft. Ein ganz tolles Thema und ein immerwährendes Thema für mich als Gemeinschafts-Mensch und Netzwerkerin. Liebe Grüße Stefanie Keyser

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