Träume werden wahr

Klarheit
Dr. Joe Dispenza
3 Mär 2020
Träume werden wahr von Dr. Joe Dispenza  in maaS No. 16 KLARHEIT

Ronny Barthel

Wie du du die Traum-Zukunft in dein Leben ziehst

von Dr. Joe Dispenza

Möchten Sie in Ihrem Leben Übernatürliches erfahren: Ihren Körper heilen, neue Chancen kreieren, die früher unvorstellbar für Sie waren, und transzendente, mystische Erfahrungen machen? Dazu müssen Sie die physische Welt – auch Ihren Körper, Ihre Identität und Ihre Umwelt – und sogar die Zeit hinter sich lassen und darüber hinausgehen. Dort verwandeln Sie Möglichkeiten in Realität.

Wie das Gehirn funktioniert

Wenn Nervengewebe im Gehirn oder Körper aktiviert wird, entsteht Geist. Aus neurowissenschaftlicher Sicht ist Geist also das Gehirn in Aktion. Wenn Ihr Gehirn in Aktion ist, beispielsweise beim Autofahren, schalten Sie in Wirklichkeit eine ganz bestimmte Sequenz, ein Muster oder eine Kombination aus neuronalen Netzen ein. Die Neuronen, die zusammen »feuern«, das heißt aktiviert werden, um die jeweilige Aufgabe zu erledigen, »verdrahten« bzw. vernetzen sich immer stärker.

Das Gehirn ist zum größten Teil ein Produkt der Vergangenheit. Es wurde zu einer lebenden Aufzeichnung von allem gestaltet und geformt, was Sie bis zu diesem Zeitpunkt in Ihrem Leben gelernt und erfahren haben. Neurowissenschaftlich betrachtet ist Lernen das Zusammenbringen von Neuronen im Gehirn, wodurch sich Tausende von synaptischen Verbindungen bilden, die sich wiederum zu komplexen, dreidimensionalen neuronalen Netzen zusammentun. Ihr Gehirn erhält durch Lernen sozusagen ein Upgrade.

Erfahrungen verstärken nicht nur die Schaltkreise im Gehirn, sondern erzeugen auch Emotionen. Wir können uns Emotionen als die chemischen Rückstände vergangener Erfahrungen vorstellen bzw. als chemisches Feedback.

Durch Lernen werden also neue Verbindungen im Gehirn aufgebaut, durch Erinnern werden diese Verbindungen gepflegt. Je öfter Sie einen Gedanken, eine Entscheidung, ein Verhalten, eine Erfahrung oder eine Emotion wiederholen, desto öfter werden diese Neuronen aktiviert und miteinander vernetzt und desto langlebiger ist ihre Verbindung.

Gedanken erzeugen Gefühle

Jetzt wollen wir uns näher anschauen, was im Körper auf der biochemischen Ebene beim Denken oder beim Empfinden einer Emotion passiert. Wenn man etwas denkt (oder sich an etwas erinnert), wird im Gehirn eine biochemische Reaktion ausgelöst, woraufhin das Gehirn bestimmte chemische Signale aussendet. So werden immaterielle Gedanken buchstäblich zu Materie – sie werden zu chemischen Botenstoffen. Durch diese chemischen Signale fühlt der Körper genau das, was man gerade gedacht hat. Sobald wir ein bestimmtes Gefühl bemerken, erzeugen wir weitere Gedanken, die diesem Gefühl entsprechen, und setzen weitere chemische Substanzen im Gehirn frei, damit wir das fühlen, was wir denken. Hegen Sie beispielsweise einen ängstlichen Gedanken, kommen Angstgefühle in Ihnen hoch. Sobald Sie Angst verspüren, nimmt diese Emotion Einfluss auf Ihr Denken, und Sie denken weitere ängstliche Gedanken, die wiederum zur Ausschüttung weiterer chemischer Botenstoffe in Gehirn und Körper führen, woraufhin Sie noch mehr Angst verspüren. Und schon sind Sie in einer Endlosschleife gefangen, in der Ihre Gedanken Gefühle und Ihre Gefühle Gedanken erzeugen. Wenn Gedanken die Sprache des Gehirns und Gefühle die Sprache des Körpers sind und der Kreislauf des Denkens und Fühlens zu Ihrem Seinszustand bzw. Ihrer Befindlichkeit wird, dann »befinden« Sie sich komplett in der Vergangenheit.

maaS No. 16 KLARHEIT mit Sonderteil D. Joe Dispenza

 

Aus der Vergangenheit wird Zukunft

Indem im Gehirn immer wieder dieselben Schaltkreise aktiviert und vernetzt werden, weil Sie immer wieder das Gleiche denken, werden sie zu festen Mustern verdrahtet. So wird das Gehirn zu einem Produkt Ihrer vergangenen Gedanken, und mit der Zeit wird es immer einfacher, automatisch dasselbe zu denken. Gleichzeitig fühlen Sie immer wieder dieselben Emotionen, denn wie gerade erklärt, sind Emotionen die Sprache des Körpers und die chemischen Überreste vergangener Erfahrungen – und konditionieren Ihren Körper dadurch auf die Vergangenheit.

Was heißt das für Sie im Alltag? Angesichts der Tatsache, dass Gefühle und Emotionen die chemischen Endprodukte vergangener Ereignisse und Vorfälle sind, beginnen Sie den Tag in der Vergangenheit, sobald Sie morgens aufwachen und nach dem vertrauten Gefühl namens Ich suchen. Indem Sie über Ihre Probleme nachdenken, erzeugen diese Probleme – die mit den Erinnerungen an vergangene Erfahrungen mit allen möglichen Leuten oder Dingen zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten zu tun haben – vertraute Gefühle wie Unglücklichsein, Vergeblichkeit, Trauer, Schmerz, Kummer, Angst, Sorge, Frust, mangelnder Selbstwert oder Schuld. Wenn diese Emotionen Ihr Denken lenken und Sie nicht über Ihre Gefühle hinausdenken können, denken Sie auch in der Vergangenheit. Und da diese vertrauten Emotionen Einfluss auf Ihre Entscheidungen an diesem Tag nehmen, auf Ihr Verhalten oder die von Ihnen kreierten Erfahrungen, erscheinen Sie ziemlich berechenbar und vorhersehbar – und Ihr Leben bleibt gleich.

Energie folgt der Aufmerksamkeit

Weil Ihre Energie dorthin fließt, wo auch Ihre Aufmerksamkeit ist, gehen Aufmerksamkeit und Energie in die Vergangenheit, sobald Ihre Aufmerksamkeit einer vertrauten Emotion gilt (der Erinnerung an ein vergangenes Geschehnis, an der eine bestimmte Person oder ein bestimmtes Objekt an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit involviert ist).

Und umgekehrt ist es ebenso: Denken Sie ständig an all die Leute, denen Sie begegnen, an die zu erledigenden Dinge und an die Orte, an denen Sie zu einer bestimmten Zeit im Laufe Ihres Alltags sein müssen, ziehen Sie Ihre Aufmerksamkeit in eine bereits bekannte, vorhersehbare Zukunft.

Ihre gesamte Energie ist jetzt mit diesen bekannten Erfahrungen dieser bestimmten Zeitachse vermischt und erzeugt noch mehr von den gleichen Erfahrungen; Ihr Körper folgt dem Geist zu denselben Geschehnissen in Ihrer immer gleichen Realität. Ihre Energie wird aus dem gegenwärtigen Moment heraus und hinein in die Vergangenheit und in die Zukunft gelenkt. Für das Kreieren einer unbekannten Erfahrung auf einer neuen Zeitachse bleibt so nur sehr wenig Energie übrig. Die Schwingung der von Ihnen abgestrahlten elektromagnetischen Energie passt zu all dem, was Sie bereits kennen. Sie beginnen also den Tag, denken daran, zur Toilette zu gehen, und schon sind Sie auf dem Weg dorthin. Dann denken Sie ans Duschen, und schon stehen Sie in der Dusche und stellen die Wassertemperatur ein. Dann kommt Ihnen die Kaffeemaschine in den Sinn und Sie projizieren Ihre Aufmerksamkeit und Energie auf das Gerät: Sie gehen automatisch in die Küche, um sich Ihre morgendliche Tasse Kaffee zuzubereiten; wieder folgt Ihr Körper also Ihrem Geist. Haben Sie das erst einmal 22 Jahre lang gemacht, gleitet Ihr Körper ganz mühelos dahin, folgt immer dem Geist – in diesem Fall in das Bekannte, denn dorthin ist Ihre Aufmerksamkeit – und damit Ihre Energie – gerichtet.

Das Leben ändern

Jetzt möchte ich Sie etwas fragen: Könnte es jemals möglich sein, dass Ihr Körper Ihrem Geist in das Reich des Unbekannten folgt? Falls ja, müssten Sie Ihre Aufmerksamkeit woandershin lenken, nicht wahr? Und dadurch würde sich auch Ihre Energie verändern, und Sie müssten Ihr Denken und Fühlen lange genug transformieren, damit etwas Neues passieren kann. Das mag unglaublich klingen, ist aber tatsächlich möglich. Und es ist ja auch durchaus logisch: So wie der Körper dem Geist zu jeder bekannten Erfahrung im Leben (beispielsweise der Kaffeemaschine jeden Morgen) folgt, würde er dem Geist in das Unbekannte – eine neue Erfahrung in der Zukunft – folgen können, sofern die Aufmerksamkeit und Energie auf das Unbekannte gelenkt wird.

von Dr. Joe Dispenza 

Werde übernatürlich von Dr. Joe Dispenza

Auszug aus dem Sonderteil von Dr. Joe Dispenza in maaS No. 16 KLARHEIT

maaS No. 16 KLARHEIT

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