Studie zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz

Berufung
Anita maas
6 Jan 2016
Glück Zufriedenheit Arbeit Familie

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Das Schwerpunktthema des Deutsche Post Glücksatlas 2015 ist die Zufriedenheit der Deutschen mit ihrer Arbeit. Vor dem Hintergrund der guten Beschäftigungslage in Deutschland loten Professor Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg und Reinhard Schlinkert vom Bonner Meinungsforschungsinstitut dimap die Frage aus, welche Anforderungen die Berufstätigen an einen guten Arbeitsplatz stellen. Hierzu wird auch ein unmittelbarer Generationenvergleich zwischen der Generation Y (Jahrgänge 1980 bis 1995) und den Babyboomern (Jahrgänge 1948 bis 1966) vorgenommen. Der Glücksatlas 2015 befasst sich dabei auch mit den Auswirkungen von Digitalisierung und Work-Life-Balance auf die Zufriedenheit mit der Arbeit.

Arbeit nimmt im Leben der meisten Menschen einen zentralen Stellenwert ein und es zeigt sich, dass Menschen, die mit ihrer Arbeit zufrieden sind, auch insgesamt mit ihrem Leben zufriedener sind. Das Glücksniveau der Menschen wird also durch ihre Arbeitszufriedenheit beeinflusst. Dabei ist Arbeitslosigkeit verständlicherweise ein großer Glückshemmer.

Die Zufriedenheit mit der Arbeit ist von vielen Faktoren abhängig. Erfüllung, Anerkennung und ein gutes Verhältnis zum Vorgesetzten helfen dabei, die Arbeitszufriedenheit zu steigern. In der Praxis sind diese Merkmale bei gut 80 Prozent der Befragten realisiert. Geld und Karriere haben entgegen der öffentlichen Diskussion nur eine mittlere Bedeutung für die Arbeitszufriedenheit. Hier sieht es bei der Realisierung aber nicht so gut aus. Nur 53 Prozent sind mit ihrem Gehalt tatsächlich zufrieden. Etwas problematisch ist die Kluft zwischen Wunsch und Realität, wenn es um die Verwirklichung von eigenen Ideen im Beruf geht. Hier hat das Merkmal eine hohe Relevanz  für die Arbeitszufriedenheit, allerdings sieht nur knapp ein Drittel der Befragten diesen Aspekt in der Realität erfüllt.

Die Studie der deutschen Post zeigt, dass die Deutschen im Vergleich zum letzten Jahr etwas glücklicher im Durchschnitt sind. Im europäischen Vergleich verliert Deutschland einen Platz zum Vorjahr und rutscht hinter Irland auf Position 10 der insgesamt 30 Nationen ab.

Quelle: gluecksatlas.de/cms/2015/regionen_2015.html