Sanft fällt der Regen

Naturcoaching
Anita Maas
24 Mai 2019
Sanft fällt der Regen - Traurigkeit zulassen

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Der Himmel ist grau und die Tropfen fallen unaufhörlich vom Himmel. Die Blumen neigen ihre Köpfe und halten heute ihre Blüten geschlossen. Dicke Tropfen rinnen von den Blättern der Bäume und fallen – plitsch, platsch – in die Pfützen. Die Vögel singen heute nicht und auch sonst ist es ganz still im Wald bis auf das beruhigende Regenrauschen. Die Pflanzen halten still, lassen sich den Staub von den Blättern waschen und saugen die Feuchtigkeit genüsslich auf. Die Luft ist sauber und frisch und voller negativer Ionen, die uns gut tun und unser Energiesystem reinigen. Die feuchte Luft transportiert noch mehr der gesundheitsförderlichen Duftstoffe im Wald. Regen tut auch uns gut!

Die Sonne scheint nicht jeden Tag, auch wenn wir uns das oft wünschen. Es ist nicht ein Tag wie der andere. Ein Regentag lädt dich dazu ein, nach innen zu schauen und auch einmal traurige Gefühle aufsteigen zu lassen. Wenn es draußen regnet, sind wir auch leichter am Wasser gebaut und können Tränen fließen lassen. Was macht dich traurig? Was ist zu Ende gegangen, dem du nachweinst? Was schmerzt dich? Welchen Verlust hast du hinnehmen müssen? Welche Trennungen?

Was macht dich insgeheim traurig, worüber du an einem Sonnentag mit Leichtigkeit hinwegschauen kannst? Vielleicht hast du ein Projekt nicht bekommen, auf das du dich gefreut hast, eine schöne Verabredung ist geplatzt oder eine Sehnsucht ist immer noch unerfüllt. Ein Regentag ist der perfekte Zeitpunkt, diese Ereignisse zu betrauern. Es müssen dabei keine Tränen über die Wangen laufen, aber Tränen reinigen die Seele wie Regentropfen die Luft.

Unterdrückte Trauer legt sich wie ein Schleier über dein Leben und alles wird ein bisschen grauer. Lässt du sie aber zu und verabschiedest damit ganz bewusst Dinge oder Menschen aus deinem Leben, reißt schon bald der Himmel wieder auf und alles erstrahlt in frischem Glanz.