Mehr Freiheit

Freiheit
Von John Strelecky
17 Jul 2018
John Strelecky, Bif Five for Life, Das Café am rande der Welt, maaS Magazin No. 9 FREIHEIT

John Strelecky

Freiheit ist, genau das tun zu können, was man will, wann man es will und in der Art und Weise, wie man es will. Diese Freiheit ist für mich eine der Grundfeste eines erfüllten Lebens. Trotz dieser Bedeutsamkeit ist es nur selten Gesprächsthema in unserem Alltagsleben. Wir haben viele Freiheiten, die uns gar nicht bewusst sind und die wir deswegen erst zu schätzen wissen, wenn wir sie nicht mehr haben. Wenn wir die Freiheiten ehren, indem wir sie nutzen, werden sie immer mehr.

(Von John Strelecky, Autor der Bücher `Das Café am Rande der Welt`und `Big five for life`)

Meine Einstellung zu Freiheit hat sich dramatisch verändert, als ich Anfang 30 war. Ich hatte meinen Beruf an den Nagel gehängt und zog mit dem Rucksack durch die Welt. Ich war auf meiner ganz eigenen Suche nach Freiheit und das hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Zum Ersten (und das nur, weil ich an einem bestimmten Ort auf dieser Welt geboren bin) habe ich Zugang zum größten Teil der Welt. Mein geografischer Ausgangspunkt war in einem Land, das mir einen Reisepass garantierte, der Schlüssel zu nahezu unendlichen Möglichkeiten. Willst du dir Senegal ansehen? Kein Problem! Du kannst dir einfach ein Visum besorgen. Willst du nach Australien gehen? Kein Problem! Du brauchst nicht mal ein Visum! Willst du in Kanada arbeiten? Na klar, das ist vollkommen in Ordnung! Die Welt stand mir offen!

maaS Themenmagazin No. 9 FREIHEIT

Das Geschenk der Freiheit ehren

Ich musste nichts für den Verdienst dieser Freiheiten tun. Ich hatte in keiner Weise meinen Beitrag zur Welt geleistet oder meinen Mitmenschen in irgendeiner Art geholfen. Ich musste für keinen Zugangstest pauken, der meine Entschlossenheit bewies, oder gar hart für meine Rechte arbeiten. Ich hatte einfach nur Glück, an einem Ort geboren zu werden, an dem mir das alles zu Füßen gelegt wurde. Als ich die Welt bereiste und Menschen traf, die nicht in diese Freiheit geboren wurden, beschämte mich das zutiefst. Ich fragte mich, warum ich so vom Schicksal begünstigt wurde. Es löste in mir ein tiefes Bedürfnis aus, dieses mir gegebene Geschenk wirklich zu ehren. Und damit folgte ich all meinen Träumen und entdeckte immer mehr von der Welt. Ich wollte nicht, dass dieses Geschenk jemals verschwendet wurde.

Je mehr ich reiste, desto mehr entdeckte ich auch andere Formen von Freiheit. Ich war nicht in ein Kastensystem hineingeboren, nach dem mein Platz in der Gesellschaft schon weit vor meiner Geburt bestimmt wurde. Die Wahl, mit wem ich ausgehe und wen ich heirate, war ganz allein die meine. Ich konnte mir aussuchen, ob ich in einem anderen Land oder gar auf einem anderen Kontinent arbeiten oder leben wollte. All das stand mir offen. Schulbildung war mir gegeben und das auch schon während meiner frühesten Kindheit, ohne dafür bezahlen zu müssen. Alle weiteren Bildungsformen standen mir immerzu durch das Internet zur Verfügung. Was auch immer ich lernen wollte, ich konnte mir mit einem Klick dazu Zugang verschaffen.

Ich fand auch, dass ich physisch frei war. Ich hatte zwei Arme und zwei Beine und sie funktionierten einwandfrei. Ich konnte mich bewegen, Dinge umhertragen, allein essen, tanzen, klettern - ja, die Welt erforschen. Meine Augen waren nicht perfekt, aber dort, wo ich geboren wurde, hatte ich leichten Zugang zu Brille und Kontaktlinsen. Und mit diesen konnte ich die Welt so vollkommen sehen, als wären meine Augen perfekt. Mein Verstand besaß die Fähigkeit, die Dinge zu evaluieren, zu verstehen, zu entscheiden und sich etwas vorzustellen.

Ich war frei, neue Denkweisen auszuprobieren. Meinen eigenen Glauben zu definieren. Zu hinterfragen, was man mich lehrte. Meine Meinung mit anderen zu diskutieren und eine andere Meinung zu erlernen.

Und so wie ich rein gar nichts dafür getan hatte, einen Pass zu besitzen, der mir die Welt öffnete, so hatte ich ebenso wenig diese anderen Gaben verdient. Sie wurden mir einfach gegeben. Das ließ mich Demut erfahren und spornte mich dazu an, die Freiheiten, die mir gegeben wurden, zu ehren, indem ich sie nutze.

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John P. Strelecky ist Nr. 1 Bestseller-Autor von "Das Café am Rande der Welt" und der "The Big Five for Life"-Serie. In dem Buch ‚Reich und glücklich‘ geht es nicht um Geld, sondern um die Freiheit, sein Leben zu gestalten. 

Mehr über seine Arbeit und wie du deine Freiheit für dich entdecken kannst, findest du hier: www.jsandfriends.com   

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