Es ist Zeit, dich zu zeigen

Lebenswege
Johannes Dietrich
3 Jul 2017
Johannes Dietrich - den eigenen Weg gehen, Berufung, Lebensweg, maaS Magazin

Johannes Dietrich

"Es ist Zeit, dich zu zeigen und gesehen zu werden" (Brené Brown)

Was war deine Ausgangssituation? 

Ein unbewusstes Leben, ein Leben in dem Verständnis "das ist mein Schicksal und wird so bleiben". Anfang 2011 war ich dann auf meinem ersten Persönlichkeitsseminar - Thema Selbstmanagement. Ich bin meinem damaligen Chef sehr dankbar für diese Möglichkeit. Diese Woche war der erste bewusstere Wendepunkt in meinem Leben. Mir ist klar geworden wie sehr ich für andere lebe, damit ich es ihnen recht machen kann. Dabei habe ich mich selbst total vergessen. Was sind meine eigenen wirklichen Wünsche und Bedürfnisse? Keine Ahnung. Ich habe mir danach einen Coach gesucht, um mit professionieller Unterstützung anzufangen mein Leben zu leben. Im Frühling 2012 hatte ich dann den Tiefpunkt. Ein Punkt, an dem ich nie wieder ankommen werde und der, trotz aller Dunkelheit, so wichtig für mich war. Ich habe danach nochmal meinen Coach gewechselt und habe mit der Gestalttherapie eine Form erlebt, die ich sehr schätze. Diese Methode arbeitet mit der Philosophie: "Alles darf sein und was ist, kann sich verändern (Werner Bock)".

Ich habe angefangen zu lesen "wenn sich alles verändert, verändere alles" (Neale Donald Walsh), "Das Cafe am Rande der Welt" (John Strelecky) und "Johannes" (Heinz Körner) waren meine ersten Bücher von und für das Leben.

2013 beschenkte mich mein Leben mit einem beruflichen Auslandsaufenhalt in Österreich. Ich habe zu dem damaligen Zeitpunkt als Projektmanager bei Europas drittgrößter Privatkundenbank gearbeitet und durfte in Österreich ein strategisch wichtiges Projekt in der Gesamtverantwortung durchführen. Sowohl beruflich als auch privat war das Jahr echt Balsam für meine Seele.

Nach diesem Jahr habe ich das Bedürfnis nach Veränderungen erkannt. 3 Stunden war ich täglich auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause. Mein Leben außerhalb des Berufs fand primär am Wochenende statt. Ich habe angefangen mir die berufliche Sinnfrage zu stellen und bin nun seit Ende 2014 als Geschäftsstellenleiter bei einer Genossenschaftsbank tätig.

Dennoch zuvor, im November 2014, war ich für mich mutig genug und bin innerhalb von 4 Wochen alleine einmal um die Welt gereist. Auckland, Hawaii und San Francisco waren meine Stationen. Die Reise war stellenweise alles andere als angenehm. Angst, Heimweh, Streß haben mich oft begeleitet in diesen Wochen. Ich habe es durchgezogen und bin mega stolz. Ich habe so wundervolle Menschen kennenlernen dürfen, habe Pearl Harbour besichtigt und bin bei strahlend blauem Himmel über die Golden Gate Bridge geradelt. Erinnerungen, die mir immer erhalten bleiben. Zu tiefst beeindruckt hat mich damals schon ein Deutscher, den ich in der Hostelküche in San Francisco kennenlernte. Er hatte zum zweiten Mal in Deutschland alles aufgegeben. "Wo fühlst Du Dich zu Hause, wollte ich wissen? Jetzt hier gerade auf dem Sessel." Never ever werde ich das vergessen. Wundervoll!      

Wo stehst du jetzt? 

Ich werde in meinem letzten Atemzug die beste Welt hinterlassen und setze mich dafür ein, dass die Finanzwelt mit ihren Menschen & Produkten dem Gemeinwohl bestens dient. Meine persönliche Mission hat sich tatsächlich dieses Jahr herauskristallisiert und manifestiert sich immer mehr in meinem Leben. Ich habe in den letzten Jahren lang probiert bzw. überlegt was meine berufliche Erfüllung sein könnte und bin mir sehr bewusst, dass mich die Finanzwelt braucht. Ich bleibe ihr, trotz aller Umbrüche und Schwiergkeiten, treu. Mittlerweile habe ich tolle Verbindungen zu Menschen und Institutionen, die den Wandel in der Finanzwelt voran treiben. Es wird noch viel gutes geschehen.

Und für die beste Welt, braucht es keine großen Aktivitäten oder bahnbrechenden Aktionen. Das ist täglich und immer möglich durch einen freundlichen, offenen und wertschätzenden Umgang mit mir selbst und meinen Mitmenschen sowie der Natur & Tier.  

Trotz Höhenangst habe ich 2016 meinen ersten Bungeejump erlebt und vor einigen Wochen bin ich in einem Tandemsprung aus dem Flugzeug gehüpft. Daraus habe ich für mich verstanden, dass so viel möglich ist. Es braucht dafür echt Zeit und offene Augen. Oft schenkt mir das Leben Menschen & Situationen in Momenten, in denen ich überhaupt nicht damit rechne.

Johannes Dietrich, Lebenswege, Fallschirm, den eigenen Weg gehen, Berufung finden, maaS magazin

Ich lese weiterhin sehr gerne, u.a. die Bücher von John Strelecky und Sergio Bambaren. Und natürlich, das inspirende Magazin von Dir liebe Anita. Unsere erste persönliche Begegnung werde ich auch immer gerne im Herzen tragen. Bungeejump sei Dank :)

Seit August 2016 bin ich Onkel. Meine süße Nichte ist auch Antrieb für mich meinen Teil zur besten Welt beizutragen.

Ich wünsche mir weiterhin für mich, dass ich in all dem was ist und sein wird, einen Sinn erkenne...zur richtigen Zeit!

Was ist dein Tipp für andere Mutige?

- sei offen und ehrlich zu Dir selbst und Deinem Umfeld

- finde heraus, was Deine ganz eigene Mission in dieser Welt ist

- suche Dir die Menschen, die Dich uneingeschränkt konstruktiv unterstützen

- lesen

- Persönlichkeitsseminare von Paul Rebillot: ich empfehle Dir die Menschen um www.Heldenreise.com 

- die Ziele in Deinem Leben sind ggf. gar nicht das Ziel, sondern der Weg ist entscheidend (Bsp.: Bungeejump und Tandemsprung sowie die Reise um die Welt, niemals hatte ich diese Ziele) 

In wertschätzender Verbundenheit auf dem gemeinsamen Weg für den Wandel hin zur besten Welt! Meine Nichte wird es Euch danken ;)

Herzliche Grüße

Johannes