Die Sache mit der Existenzangst

Berufung
Anita Maas
30 Okt 2015
Sprung ins Ungewisse

Viel mehr Menschen würden ihrer Berufung folgen, wenn sie nicht eine ganz große Sorge um ihre finanzielle Sicherheit hätten. Die Existenzangst ist die größte Angst, es geht ja um unser Leben, die eigene Existenz. Die Angst zu versagen, die Angst verlassen zu werden, die Angst nicht gut genug zu sein sind damit verglichen gering. Bei einem Sprung in die Selbstverwirklichung kommen allerdings eben diese Ängste oft noch hinzu. Ich nehme an, die meisten von euch können diese Angstgefühle nachvollziehen. Stell dir vor, du lässt alles Alte zurück und wagst einen Sprung ins Neue, Ungewisse. Da kann es schon ein bisschen flau werden im Magen. Man hat sich ja schon an so einiges gewöhnt im Leben, auf das man nicht mehr verzichten möchte: das eigene Auto, die schöne Wohnung, die schicken Klamotten, die Flugreisen. Aber selbst wenn man keinen gehobenen Lebensstil hat, reichen schon die laufenden Kosten aus Versicherungen und Lebenshaltung, um sämtliche Flausen aus dem Kopf zu streichen und in dem alten Zustand zu verharren. Das muss auch nach wie vor jeder für sich selbst entscheiden und vor allem mit sich selbst ausmachen. Reicht der Glaube an meine Idee, an mein Potential, der Wunsch nach einem erfüllten Leben aus, um dieses Wagnis einzugehen? Werde ich erfolgreich sein? Kann ich nochmal zurück? Möchte ich dann überhaupt noch zurück? Was sagt meine Familie dazu?

Wenn du in dir einen Ruf hörst, dem du trotz aller Ängste, Zweifel und Bedenken in dir und deinem Umfeld folgen musst, dann frage dich:

  • Was brauche ich wirklich zum Leben?
  • Welche Unterstützung (finanziell, praktisch, emotional) gibt es für mich?
  • Wie kann ich Schritt für Schritt meiner Berufung folgen ohne von jetzt auf gleich alle bisherigen Einkommensquellen zu beenden?