Aufwachen aus der Massenhypnose

Berufung
Anita Maas
23 Okt 2015
Schlafen Aufwachen,

Viele, viele Menschen stehen jeden Morgen auf, gehen zur Arbeit, fahren abends nach Hause, regeln den Haushalt und die Familie, fallen müde ins Bett, stehen morgens wieder auf und der Ablauf wiederholt sich. Manche gehen zum Stressabbau im Fitnesscenter aufs Laufband oder in den Yoga-Kurs. Entspannung ist schließlich wichtig. Am Wochenende findet alles statt, was in der Woche keinen Platz hat: von putzen und waschen, bis Möbel aufbauen, Rasen mähen, Keller aufräumen und nicht zu vergessen der Freizeitstress. Die Kinder sind hibbelig und werden von den noch unruhigeren Eltern dafür angeschrien. Lassen ihre Wut darüber an den Möbeln aus, die dann wieder neu aufgebaut werden müssen. Eigentlich ein Horror, aber für die meisten Mitmenschen sind solche Abläufe ganz normal. Das wurde uns so vorgelebt, damit sind wir aufgewachsen, das machen alle links und rechts von uns so: Das muss richtig sein, darüber braucht man gar nicht nachzudenken. So läuft ein Großteil dieser Gesellschaft wie hypnotisiert im Hamsterrad.

Eine dicke, schwere Decke liegt über uns. Manchmal beult sie sich ein wenig aus, am Wochenende oder im Urlaub, wenn man sich die Frage stellt, ob das alles so sein muss, ob das Leben nicht doch noch etwas anderes für uns vorgesehen hat. Die wenigsten schaffen es, die Decke zu durchbrechen, denn postwendend kommen nach jedem Aufbäumen die Totschlagargumente: Wovon sollen wir dann leben, wie die laufenden Kosten aus Miete, Versicherungen, Auto, Telefon, die Wünsche der Kinder begleichen? Schnell beruhigt man sich wieder läuft konditioniert durchs Leben bis zur Rente (die es für viele gar nicht in ausreichender Höhe geben wird). Ehe man sich versieht, sind die Kinder aus dem Haus – mein Gott ging das so schnell, gestern waren sie noch im Kindergarten! – man selbst ist von der vielen Arbeit steif und eingetrocknet, der Mut Neues anzufangen ist verweht. Jetzt hat man endlich Zeit und schaut zurück auf all die Dinge, die man noch hätte machen wollen.

Wofür möchte ich leben? Was will ich wirklich? Das bezeichnet Veit Lindau als die Jackpot-Frage. Wenn ich darauf eine Antwort weiß, habe ich den Hauptgewinn gezogen: Ein erfülltes Leben. Und das muss nicht mit Darben und Verzicht einhergehen. Im Gegenteil. Wer das tut, wofür er/sie brennt, wird automatisch erfolgreich sein.

Also wach auf! Stelle dir die alles entscheidende Frage und werde glücklich und zufrieden!