Erkenne deine Bestimmung

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Viele Menschen sind unzufrieden mit ihrer Arbeit. Sie sehnen sich nach einer Tätigkeit, die sie erfüllt. Sie fragen sich, ob es so etwas wie eine Berufung gibt. Eine Tätigkeit in der sie voll aufgehen und die ihrem Leben Sinn verleiht. Aber wie findet man heraus, was seine Berufung ist? Und schon beginnt das große Grübeln. Wir versuchen die Frage nach der Berufung über den Verstand zu klären. Wir grübeln darüber nach, warum wir unzufrieden sind. Was können wir ändern um glücklicher zu sein? Was macht uns Freude, was nicht? Was können wir gut, was nicht? Wir versuchen herauszufinden, wer wir sind und was wir tun können, damit wir glücklich sind. Dabei springen unsere Gedanken von einem zu nächsten: “Wenn ich kündige, finde ich dann etwas Neues? Werde ich noch genug verdienen, um meinen Lebensstandard halten zu können? Was denken meine Freunde, meine Familie von mir?” Die Gedanken führen ein ständig andauerndes Selbstgespräch. Der Verstand bewertet und analysiert alles, was bei ihm ankommt, um es dann in Schubladen zu stecken, die er markiert: ‚gefällt mir – gefällt mir nicht, gut – schlecht…‘. Wir Menschen erzählen uns selbst immer wieder unsere eigene Lebensgeschichte, um herauszufinden, wer wir sind. Dieses Selbstbild wird gespeist aus den Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben und unseren  Vorstellungen von der Zukunft. Wir denken, dass unser Glück irgendwo in der Zukunft liegt: „Wenn ich erst einen neuen Job habe, dann werde ich glücklicher sein“. Dabei realisieren wir nicht, dass weder die Vergangenheit noch die Zukunft wirklich existieren. Sie sind lediglich Gedankenkonstrukte in unserem Kopf. Es sind „Gedankenformen“, aus denen wir dann unsere Welt zusammensetzen. Diese Gedanken teilen wir natürlich auch mit anderen Menschen, damit sie uns bestätigen, dass wir der sind, der wir glauben zu sein. So erschaffen wir eine Scheinrealität, die nichts anderes ist als Gedanken, die in unserem Kopf existieren. Die einzige Realität, die es tatsächlich gibt, ist die Gegenwart. Diese Realität, diesen Moment verpassen wir, weil wir mit unseren Gedanken ständig zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und her springen. Wir befinden uns in einem unbewussten Zustand. Wenn wir unseren Gedanken erlauben, sich derart zu verstricken, sind wir nicht selbstbestimmt, sondern lassen uns von diesem ständigen “Gedankenlärm” in unserem Kopf beherrschen. Aus diesem “Lärm der Gedanken” heraus handeln wir reaktiv. Wir reagieren unmittelbar auf jeden Gedanken und jedes Ereignis.

Sind wir in diesem unbewussten Zustand, sehen wir uns selbst als Individuum. Wir erleben uns als getrennt von allen anderen Individuen und Formen, die uns umgeben. Diese anderen Formen sind eine ständige Bedrohung für uns. Wir müssen uns abgrenzen und verteidigen, da wir Angst haben alles zu verlieren, was wir besitzen. Wenn wir versuchen uns über materielle Werte zu definieren, z. B. welchen Beruf wir haben, wieviel wir verdienen, wie groß unser Haus ist, werden wir immer weiter unzufrieden sein. Die materielle Welt kann uns nicht geben, wonach wir suchen. Denn wir sind auf der Suche nach dem ‚Selbst‘.

Weiterlesen im Magazin maas No 1 Beruf und Berufung

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Zusammenfassung eines Vortrages von Eckhart Tolle von Nina Sünder
Nina Sünder