Erfüllung statt Karriere

Erfüllung und Zufriedenheit statt Karriere und Geld generation Y

pixabay

Für die Generation Y (Why), die alles hinterfragt, sind Status und Besitz nicht so wichtig wie ein sicheres soziales Netz und ein ausgewogenes Leben. Die Enkel der Kriegsgeneration und Kinder der Babyboomer wollen selbstbestimmt und flexibel arbeiten. Und stellen damit die Arbeitswelt vor neue Herausforderungen.

Die neue Generation der Berufstätigen, geboren zwischen Ende der 70er bis zur Jahrtausendwende, will etwas anderes: anders arbeiten, anders leben, anders sein. Die selbstbewussten Optimisten stellen Bedingungen an die Unternehmen, in denen sie arbeiten wollen. Arbeit muss in erster Linie Spaß machen und eine intellektuelle Herausforderung bieten; das zählt mehr als wie viel Geld man dabei erwirtschaftet. Als Arbeitnehmer sind sie nicht länger Bittsteller oder Untergebene. Die 3. Generation nach 1945 will Deutschland verändern. Ihre Großeltern sind die traumatisierten Skeptiker der Nachkriegsjahre, die ihrem Land ein neues Gesicht gegeben haben und die Generation Golf aufzog, die Generation ihrer Eltern - emsig, repräsentabel, pflichtbewusst und konsumorientiert. Ihre Kinder sind die Ypsiloner, denen das Wissen um die Schnelllebigkeit aller Dinge gleichzeitig auch unendliche Möglichkeiten offeriert.

Die Generation Why hinterfragt. Damit wird dem Vorgesetzten nicht alles einfach geglaubt und auch nicht dem Professor an der Universität. Alles, was informiert, wird kritisch beleuchtet, auch die Medien. Hierarchische Organisationen, zentrale Steuerung und Kontrolle sind ungewollt und im Vordergrund stehen jetzt die persönliche Entwicklung, ein offenes Wissensmanagement mit gesunder Fehlerkultur, gelebte Work-Life-Balance, Vertrauen und die Arbeit im Team. Verantwortung will zwar übernommen werden, aber Führungskraft will kaum einer mehr werden. Die Sache an sich und der Sinn, der sich dahinter verbirgt, zählt weitaus mehr als Macht. Die Ypsiloner sind Experten und das wollen sie auch vertiefen. Die Lebensläufe der heutigen Berufseinsteiger sind gezeichnet von einer eindrucksvollen Anzahl an Praktika, zusätzlichen Kursen, Auslandsaufenthalten und sozialen Engagements. Die Millennials fordern nicht nur ihre Arbeitgeber, sie verlangen auch sich selbst sehr viel ab.

Die Ypsiloner sind die erste Generation, die mit dem Internet großgeworden ist, und es vollständig in ihren Alltag integriert hat. Mit diesen zusätzlichen Optionen wurde eine neue Selbstdefinition notwendig und auch ein effektives Selbstmanagement. Wege sind nicht mehr so klar vorgezeichnet, wie sie es früher einmal waren. Nicht Grenzen sind das Problem, sondern Grenzenlosigkeit: alles auf einmal zu wollen und auch haben zu können - Freizeit, Familie, Kinder, Beruf, Erfüllung und Kompromisslosigkeit.

Weiterlesen im Magazin maaS No. 1 Beruf und Berufung

Jetzt bestellen

 

 

Juliane Wothe