Das Leben ist zu kurz für lange Gesichter

Wernfried Hübschmann, Coach, Schriftsteller, Kommunikationstrainer

Wernfried Hübschmann

Zwischen „Beruf“ und „Berufung“ klafft für viele Menschen eine schmerzliche Lücke. Oft wird sie mit dem Wörtchen „eigentlich“ notdürftig überbrückt: „Eigentlich wollte ich ja Geiger werden“ oder „Eigentlich bin ich gar kein Schreibtisch-Typ“ oder „Wenn wir damals nicht umgezogen wären, dann ...“ oder „In Wirklichkeit bin ich ganz anders – ich wollte immer Landschaftsgärtner werden ...„

„Eigentlich“ - „Wenn, dann ...“ – „Unter anderen Umständen“ ... so lautet das Mantra der unerfüllten Träume, der brach liegenden Potenziale, der veruntreuten Biographien. Wunsch und Wirklichkeit werden nicht als kongruent erlebt, der Alltag besteht aus „entfremdeter Arbeit“ und  wird mit Hilfe raffinierter Anpassungsstrategien bewältigt. Der Feierabend als Notausstieg aus dem Alltag.

Immer mehr Menschen wird die Unmöglichkeit bewusst, im „falschen“ Leben glücklich zu werden. Sie hinterfragen ihre Arbeits- und Lebensrealität. Sie stellen sich den notwendigen, die Not wendenden Entscheidungen: change it – take it – leave it. Denn die vierte Möglichkeit: Verharren und weiterleiden, ist keine echte Option mehr. Das Leben ist zu kurz für lange Gesichter. Das (selbst)kritische Bewusstsein macht Rabatz.

Und wir ahnen: Möglichkeit kommt von mögen.

Weiter geht es im Heft mit den Phasen der Berufungsfindung, dem Drama der Mehrfach-Begabungen und Tipps aus dem Coaching. Witzig und informativ, ein Lesegenuss!

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Wernfried Hübschmann