Damit man davon leben kann ...

Wege zur Berufung
Anita Maas
24 Sep 2015
Plan B

Die meisten Menschen verbringen wesentlich mehr Zeit damit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen als mit ihrer Familie oder ihren Freunden. Viele von ihnen fragen sich immer öfter: Was mache ich da? Soll das alles sein? Kann und will ich bis zur Rente so weiter machen, um dann endlich mit 67 Jahren, das zu tun, was ich schon immer tun wollte?

Dafür möchte ich leben!

Du weißt, was dir Freude macht, dein Herz zum Jubilieren bringt und deine Gabe an die Welt ist? Herzlichen Glückwunsch! Ein großer Schritt ist geschafft. Dann kommt oft die Frage: „Kann ich davon leben?“. Bleib jetzt nicht stehen, sondern gehe weiter! Es ist berechtigt, sich Gedanken über eine ausreichende Versorgung zu machen. Sogar lebenswichtig. Es nimmt den Spaß an der Berufung, wenn die Tätigkeit nicht auch eine materielle Wertschätzung erfährt. Um dahin zu kommen, dass man von dem, wofür man lebt, auch leben kann braucht es drei Zutaten:

Kreativität
Oft passen auf deine persönliche Berufung keine vorgefertigten Arbeitsplätze. Nutze jede Gelegenheit, die Weichen so für dich zu stellen, dass der Arbeitsplatz immer mehr deinen Wünschen und Fähigkeiten entspricht. Sprich mit deinen KollegInnen und Vorgesetzten über deine Wünsche. Halte Augen und Ohren offen. Du wirst sehen, wie viele Möglichkeiten es plötzlich gibt, deiner Berufung ein Stück näher zu kommen.
Kreativ ist es auch, deine verschiedenen Talente so zu kombinieren, dass möglichst viele davon zum Tragen kommen. Denke dabei auch daran, wie andere von deinen Talenten profitieren können und bereit sind, dafür etwas zu bezahlen. Wenn du zum Beispiel gerne malst, kannst du in einer Malschule arbeiten, öffentliche Verkehrsmittel mit gestalten, dich mit anderen Künstlern zusammentun, eine Ausstellung organisieren etc. Nimm dabei durchaus in Kauf, dass du deine Berufung (noch) nicht zu 100 % leben kannst.

Mut und Vertrauen
Ausgetretene, bekannte Wege zu verlassen ist mit Ungewissheit verbunden. Du musst darauf vorbereitet sein, dass sich an der nächste Weggabelung eine neue Landschaft auftut, mit der du nicht gerechnet hast. Nimm all deinen Mut zusammen und denke daran, dass du nicht mehr dahin willst, wo du herkommst. Schau nach vorne und gehe den nächsten Schritt, voller Vertrauen darauf, dass du mit deiner Seele verbunden bist und für dich gesorgt sein wird.

Ausdauer
Wirf nicht gleich das Handtuch hin, wenn du Rückschläge einstecken musst. Es geht vielleicht nicht immer mit dem Schwung voran, den du dir ersehnst. Manchmal sind es nur kleine Schritte. Bleib dran! Der Erfolgreiche steht einmal mehr auf, wenn er gefallen ist. Wer aufgibt hat verloren. Dich selbst, wenn es um deine Berufung geht.